14. August 2014

Tag 210 + 211 - Golden Rock & Zwekabin

02.03. - 03.03.2014


Nay Pyi Taw - Kyaikto - Hpa An


Auf einer lediglich zweispurigen Autobahn kehren wir Nay Pyi Taw den Rücken und sind sicher, dass wir hierher niemals zurück kommen werden. Die Strasse führt uns knapp 300 Kilometer durch eine dünn besiedelte und nur mäßig bewachsene braune Ebene nach Süden. Es ist nichts los. Weder auf noch neben der Fahrbahn. Ab und zu kommen James-Bond-Geheimdienstgefühle auf, wenn wir an eingezäunten Grundstücken mit riesigen Satellitenschüsselanlagen und halbunterirdisch getarnten Bauten vorbeifahren. 


Als wir die Autobahn verlassen wird es hügeliger und grüner und wir steuern nun Kyaikto an. Der kleine Ort ist ganz auf einheimischen, aber auch ausländischen Tourismus ausgelegt. Denn nur unweit entfernt befindet sich der heilige Goldene Felsen, der gläubigen Buddhisten als Pilgerstätte dient. Der große Brocken Granit schwebt förmlich am Abhang eines Berges und glänzt blattgoldbestückt in der Sonne. Wir entscheiden uns gegen eine Besichtigung aus der Nähe, denn auch hier haben Frauen keinen Zutritt und es ist uns ein wenig zu kostspielig. So geben wir uns während des Aufenthaltes alltäglichen Dingen wie Wäsche waschen und Auto putzen hin. 
Am 03. März geht es auch schon weiter nach Hpa An. Jetzt ist wieder was los auf der Strasse.


Auf der etwa 150 Kilometer langen Fahrt erleben wir einen Landschaftswandel in Vollendung. Vor allem nach der Geisterhauptstadt und der öden Autobahnetappe sind die grünen Reisfelder und dschungelbewachsenen Karstgesteinformationen eine echte Augenweide. 



Beinahe jeder Felsen ist gekrönt von einem oder sogar mehreren buddhistischen Klöstern und von goldenen Pagodenspitzen. Das ist ein prächtiges Panorama. 
Außerhalb der Stadt parken wir auf einer Wiese vor einer steilen Felswand neben dem Hotel "Zwekabin". Irgendwie kommt uns das etwas holländisch vor. Ist es aber nicht. Die Unterkunft wurde natürlich nach dem nahe gelegenen heiligen Berg Mount Zwekabin benannt. 
An diesem Abend dürfen wir außerdem eine ganz besondere Bekanntschaft machen. Zum Glück nicht die mit einer der zahlreichen Schlangen im knietiefen Gras sondern die mit Gunther Holtorf, einem außergewöhnlichen Weltreisenden. Mit seinem  Mercedes G-Model namens "Otto" bereist er seit 1989 die Länder der Erde. Über 800000 Kilometer hat er, früher begleitet von seiner leider verstorbenen Ehefrau, bereits  zurückgelegt. Myanmar fehlt ihm noch auf der kurzen Liste der nicht besuchten Länder. Wir sind sehr fasziniert von dieser Geschichte und mittlerweile überzeugt davon, dass dies auch nicht die letzte Tour in unserem Leben ist.






Kommentare:

  1. Bin aber sehr gespannt, wie, wohin und wann eure nächste Tour ist!!

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    1. Jetzt bleiben noch Westen, Norden und Süden. Vielleicht aber auch nochmal Osten. Wer weiß... Eure Bilder und Geschichten animieren uns ganz schön. Gute Fahrt und hoffentlich bis bald in echt!
      Viele Grüße.

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