12. August 2014

Tag 207 + 208 - Nach Osten zum Inle Lake

27.02. - 28.02.2014


Bagan - Nyaungshwe


Die Hotelmülleimer quellen nach zwei Sit-In-Nächten auf dem Parkplatz über und wir verlassen das 5-Sterne-Luxusresort in Bagan schnell bevor es peinlich wird. Vorbei an weiteren Pagoden reist das Landcruiser-Trio nach Osten. Seit Mandalay sind Michael und Gisela mit neue Kupplung wieder mobil!
Wir überqueren das Bago Yoma Gebirge. Hierbei handelt es sich eher um eine Hügelkette, deren ursprünglich dichte Tropenholzwälder der landesweit um sich greifenden, rasanten Abholzung zum Opfer gefallen sind. Mit Teak und Eisenbaum lassen sich gute Geschäfte machen und der mächtige Nachbar China trägt einen großen Teil zur Versteppung Myanmars bei. In Südostasien ist dies leider kein Sonderfall.
Später führt uns eine schmale asphaltierte Straße durch die heiße Ebene Zentralmyanmars. Selbst ein kurzer Stau wegen eines defekten LKW auf einer Brücke kann an unserer guten Laune momentan nichts ändern. Im Gegenteil. Ein einheimischer Busfahrer sorgt für große Belustigung indem er versucht sein Fahrzeug, am Stau vorbei, durch einen Graben zu befördern. Hat nicht so gut geklappt.





Mitfahrgelegenheit
Da steckt der Bus
Die Ebene weicht einem Gebirgszug. Noch immer ist die Straße weitestgehend perfekt und die feinen Serpentinen lassen die Fahrerherzen höher schlagen. Sehr angenehm ist auch die kühlere Aussentemperatur in der Höhe. Schade ist, dass wir die Route nicht verlassen dürfen, denn hier gibt es soviel zu entdecken und der Cruiser fühlt sich ausgesprochen wohl im Toyotaland Myanmar. 



Burmesische Interpretation westlicher Architektur
Der Tag vergeht wie im Flug. Wie immer trudeln wir kurz vor Sonnenuntergang am Ziel ein. Die kleine Ortschaft Nyaungshwe am nördlichen Ende des Inle Lake ist Hauptanlaufstelle für Touristen, die Myanmars zweitgrößten, aber nur knapp vier Meter tiefen, See einen lohnenswerten Besuch abstatten. 
Das Stadtbild ist geprägt von Souvenirläden, Bars, Hotels und Restaurants in welchen Einheimische sonnenverbrannte, mit Kameras behangene Westler bedienen. Nach einer kurzen Fahrt durch den Ort erreichen wir das obligatorische Fußballfeld. Hier liefern sich gerade junge Mönche ein Match. Wir errichten unser Camp und machen Pläne für den nächsten Tag.




Die Hauptattraktion hier ist natürlich der See mit seinen berühmten Einbeinruderern und den schwimmenden Gärten und Dörfern. Eine Bootsfahrt ist genau das Richtige um das Gewässer zu erkunden und am Anleger im Ortskern stehen etliche motorisierte, schmale Holzboote zur Vermietung bereit. 



Gegen 11.oo Uhr starten wir den Tagesausflug. Rasant fahren wir einen Kanal entlang, werden von Möwen begleitet und auf einmal eröffnet sich vor uns ein unglaubliches Panorama.



Der braune Kanal wird zum blauen See. Reusenfischer rudern gemächlich einbeinig dahin und auf den, aus Sumpf, Erde und Wasserhyazinthen aufgebauten, schwimmenden Gärten betreiben die Intha, die Bewohner des Sees, Landwirtschaft. Die fruchtbaren flottierenden Massen werden durch, am Grund verankerte, Bambusstöcke am Wegschwimmen gehindert. 








Die angenehme Stimmung wird kurz unterbrochen als wir an einer Tempelanlage mit Souvenirmarkt einen Zwischenstopp einlegen. Hier herrscht reges Touristentreiben da es die große, imposante königliche Barke zu besichtigen gibt. Dieses, von einem mysthischen Hintha-Vogel geschmückte Boot, wird zum Lichterfest im Oktober mit heiligen Buddhafiguren bestückt und etwa drei Wochen lang von Dorf zu Dorf bewegt. 



Wir sind jetzt schon eine Weile unterwegs und langsam ganz schön hungrig. Unser Steuermann bringt uns in ein kleines schwimmendes Dorf und empfiehlt ein Restaurant. Hier auf dem See gibt es das beste Essen seit Langem: einen unheimlich köstlichen Reis-Kartoffelsalat auf Inle Lake-Art und Hot & Sour Fish aus den hiesigen Fanggründen. 
Sehr beeindruckt von den Kochkünsten der Intha geht die Fahrt weiter durch die Wasserstrassen des, auf Pfählen gebauten, Dörfchens. 







Zum Abschluss des Ausfluges besuchen wir eine eindrucksvolle Tempelanlage am Ufer des Sees und treten anschließend am späten Nachmittag den langen, beschaulichen Rückweg nach Nyaungshwe an.






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