11. August 2014

Tag 205 + 206 - Pagoden soweit das Auge reicht

25.02. - 26.02.2014


Mandalay - Bagan


Es ist uns erlaubt Mandalay heute auf eigene Faust zu verlassen. Bevor wir dem Irrawaddy in südwestlicher Richtung folgen statten wir der U-Bein-Brücke in Amarapura einen Besuch ab. Hierbei handelt es sich um die längste und älteste Teak-Holz-Brücke der Welt. Über 1000 Holzpfähle waren für den Bau von Nöten. Mittlerweile sind einige schon verrottet und durch recht unschöne Betonexemplare ersetzt. Der etwas ungewöhnliche Name lässt sich auf den Bürgermeister U-Bein zurückführen, der den Bau in Auftrag gab. Ein kurzes Stück gehen wir die Brücke entlang und beobachten die Formationsfischer auf dem Taungthaman-See. 




Dann ist es Zeit aufzubrechen. Heute ist unser Glückstag. Wir dürfen selbst entscheiden welche Route wir fahren möchten. Zusammen mit Julian, Heike, Amanda und Andrea in ihren Mercedes-Transportern wählen wir die Landstrasse. Die ist billiger als die Autobahn und mehr zu sehen gibt es auch.




Kurz vor Sonnenuntergang erreichen wir die historische Königsstadt Bagan, deren Geschichte viele Jahrhunderte zurückreicht. Auf 36 Quadratkilometern stehen heute noch über 2000 Ziegelsteinpagoden verstreut in steppenartiger Landschaft. Sie sind Reste einer der weltweit größten Städte des Mittelalters. Die Fahrt durch die Pagodenwelt ist sehr eindrucksvoll. Weniger beeindruckend ist, wie der Massentourismus Land und Leute verändert hat. Die Unterkünfte sind teuer, gleiches gilt für die zahlreichen Restaurants in der kleinen Ortschaft. Die Einwohner haben viel ihrer fröhlichen, offenen, natürlichen Art verloren, die wir bisher kennengelernt haben und den meisten geht es offensichtlich nur ums schnelle Geldgeschäft. 
Wir parken vor einem Luxusresort, sogar mit Pool, dessen Nutzung für uns allerdings kostenpflichtig ist. Max und ich beschließen hier kein Geld liegen zu lassen. Myanmars Tourismusindustrie ist uns doch etwas zu gierig. Wir mieten für den nächsten Tag Fahrräder vom sympathischen Sicherheitsmann des Hotels, der als zweites Standbein einen Zweirad-Verleih betreibt. 
Bei 35 °C im Schatten und strahlend blauem Himmel radeln wir auf unseren chinesischen Fahrrädern los um das Gelände auf sandigen Wegen zu erkunden. 




Bereits nach wenigen Minuten beschwert sich Max über die Konstruktion seines fahrbaren Untersatzes und verflucht das Gefährt pausenlos. Aber er bleibt tapfer und wir drehen eine schweißtreibende große Runde. Zur Belohnung gibt es in Nyaung-U ein Eis bevor wir die 1102 n. Chr. fertiggestellte, unglaublich goldene, Shwezigon Pagode besichtigen.  




Zum Pflichtprogramm eines jeden Bagan-Touristen gehört der Besuch einer Pagode zum Sonnenuntergang. Gesagt, getan. Abends erklimmen wir barfuß die steilen Stufen der Shwesandaw Pagode. Fast alle anderen Tourteilnehmer und wahrscheinlich auch fast alle Touristen, die sich derzeit auf dem weitläufigen Gelände befinden haben den selben Plan. Besucher aller Nationen, aller Altersstufen und Fitnessgrade strömen in Massen nach oben und es herrscht ein ganz schönes Gedränge. 






Trotz des Andrangs ist die Stimmung sehr ruhig und friedlich, denn das atemberaubende 360° Panorama zieht jeden Besucher in seinen Bann. 







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