31. August 2013

Tag 19 - in die Türkei

23.08.2013

Varna - Marmarameer (Thrakien)

Die Schwarzmeerküste in Bulgarien schaut eher russisch aus. Unglaublich wieviele Hotelburgen man an einer Küste so unterbringen kann. Man weiß nie genau ob die Häuser schon fertig sind oder schon wieder fertig sind oder was eigentlich. Außerdem können Bulgaren nicht sonderlich gut autofahren. All dies führte zu großem Unmut bei Max.

















Also schauen wir, dass wir schnell die türkische Grenze erreichen. Der Weg dorthin stimmt den Fahrer zum Glück wieder versöhnlich. Abseits der Las Vegas-ähnlichen, russisch-kommunistisch angehauchten Strände gibts hier wieder wundervolle Natur und endlich wieder eine Cruiserstraße! Feine Schlaglöcher mit gutem Ausblick.
Nach der Kreuzung mit dem Schild "Turcia" (wahrscheinlich Türkei) wird erstmal die Straße renoviert und wir fahren mittendurch. Jetzt ziert das Auto ein bißchen schöner frischer bulgarischer Teer, der hält ganz gut. 



Wir erreichen die erste außereuropäische Grenze mitten im Wald, hab ich mir auch anders vorgestellt. Der türkische Grenzbeamte sucht erstmal unser Nummernschild vorn und wundert sich. Nachdem er es dann, nach viel Fuchtelei, oben am Dachträger entdeckt hat wendet er sich uns und dem Auto zu. Wir steigen aus und erklären ihm den Inhalt unseres Fahrzeuges: Schlafzimmer mittig, links Badezimmer, rechts Küche und auf dem Dach Kleiderschrank. Das reicht ihm und er erzählt seinen Kollegen sehr amüsiert dass da ein fahrendes Appartment steht. Wars das jetzt schon, fragen wir uns und fahren halt mal weiter. Nein, das wars natürlich noch nicht. Am nächsten Grenzposten kaufen wir uns eine Autoversicherung für 25 Euro, Deckungssumme unbekannt, und sammeln Stempel. Anschließend springen 2 Beamte zum Fenster der Grenzstation raus und wollen das fahrende Appartment sehen. Jeder ist zufrieden und weiter geht die Fahrt. 200 Meter weiter folgt die nächste Schranke und der freundliche Beamte begrüßt den Max mit: "Hello Maximilian, welcome to Türkiye!" So, jetzt sind wir wohl in der Türkei willkommen. 
















Die Rumpelstraße der EU-Bulgaren geht in einen zweispurigen Süper-Highway (nicht gebührenpflichtig) über auf dem wir, mehr oder weniger, die Einzigen sind. Ab gehts, wie auf Wolken, Richtung Süden. Wir fahren und fahren, auf einmal ist es dunkel und wir verpassen die Abzweigung nach Istanbul. Egal, alle Wege führen an den Bosporus, dann eben weiter Richtung Süden. Am Ende kommt da tatsächlich ein Meer, das Marmarameer und wir landen auf unserem ersten türkischen Campingplatz mit eben diesem Meer in unmittelbarer Sichtweite (ca. 15 Meter) und fühlen uns in der Tat willkommen.





22. August 2013

Tag 17+18 - Bulgarien

21.08.2013 - 22.08.2013

Vama Veche - Varna

Wer Party will in Rumänien am Strand muß wohl nach Vama Veche gehen. Jedenfalls sehen die Leute hier morgens alle recht zerstört aus. Die Stimmung ist aber saugut. Jeder tut und läßt was er will und alles passt, angezogen oder nackt.
Wir verlassen Rumänien über einen kleinen Grenzübergang und auf einmal ist alles sehr kyrillisch. Willkommen in Bulgarien! Im Grenzgebiet mutet hier alles doch etwas kommunistisch an. Je weiter man fährt, desto unkommunistischer wirds. Aber so sind die Grenzgebiete halt mit Ausnahme von Vama Veche. Die Straße führt uns nach Balchik, einem etwas seltsamen Bade-/Ferienort mit noch seltsamerem Waffel-Magnum-Eis und großen Quallen im Meer. Das Städtchen selbst ist aber ganz hübsch in den Bergen gelegen und nett anzuschauen. 

Balchik





























Nichts desto trotz fahren wir weiter auf der Suche nach der dringend benötigten Dusche. Links gehts zum Laguna Camping. Das hört sich ganz verlockend an und die Entscheidung war mal wieder die Richtige!
Alles da: Dusche!!!!, Internet fürs bloggen!!!, Schwarzes Meer + Strandbar!!!
Hier bleiben wir mal.

Aussicht aus dem Schlafzimmerfenster
















Abends werden wir unternehmungslustig und machen einen Spaziergang. Eigentlich wollten wir nur zum Yachthafen nebenan und auf einmal finden wir uns im bulgarischen Las Vegas wieder. Golden Sands nennt sich das. Eine unfassbare Riesenhotelaneinanderreihung mit Strandpromenade und Entertainment-Tamtam. Zwanzig Minuten Traumschiffatmosphäre waren genug. Schnell zurück in unsere Lagune und gute Nacht.
Morgens sehen wir einen wunderschönen Sonnenaufgang über dem Meer. Dann wird erst die Hausarbeit erledigt vors in der Strandbar Essen und Bier gibt. Anschließend halten wir euch auf dem Laufenden. Viel Spaß!
Und morgen gehts in die Türkei.




Tag 16 - Schwarzes Meer

20.08.2013

Murighiol - Vama Veche

Alina`s Tag: 
Max Zustand in Brasov lag nicht am Käse und nicht am Draculaloch. Jedenfalls ereilt mich heute das gleiche Schicksal. Ich hab mich allerdings in einer Schafsherde erleichtert, ausnahmsweise mal mit Schäferin. Gestört hat es auch nur mich. Den Rest des Tages hab ich dann im fahrenden Schlafabteil verbracht. Ein kurzer Ausflug ans Schwarze Meer war drin, aber sonst nicht mehr. Der Maxl wird euch weiter berichten:

Max`s Tag:
Fahren, fotografieren und navigieren auf einmal. 
Erstmal gibts einen kurzen Ausflug zum letzten anfahrbaren Donauufer (Sfantu Gheorghe-Arm) im zweitgrößten Delta Europas. Ab dann ist alles Naturschutzgebiet bzw. Biosphärenreservat und nur mit geführter Tour und per Boot erreichbar. Boot ist mit Alina völlig unmöglich. 

letzter anfahrbarer Donauuferabschnitt





























So gehts weiter Richtung Süden entlang der Schwarzmeerküste!  
Bei Constanta fahren wir das einzige Stück Autobahn in Rumänien und das auch nur aus versehen. Kurz nach Constanta, besser gesagt in Eforie kommen wir auch zum ersten Mal direkt an der Küste entlang und aus dem hinteren Abteil ertönt es "Ich will ans Meeeeeeer!" Also zack rüber über die durchgezogenen Mittellinien und den zweispurigen Gegenverkehr rein ins Badeparadies Eforie. Alinas Euphorie über Eforie und das Schwarze Meer schwindet allerdings gleich nach dem Anhalten und dem nachlassenden Fahrtwind. Die Hitze und die vielen Menschen sind dann doch ein bisschen zuviel. Deshalb gibts nur ein kurzes "Füßereinhalten" und eine kalte Cola und weiter gehts Richtung bulgarische Grenze.
















Kurz vor der Grenze kommen wir durch den Partyort Vama Veche. Die Leute auf der Straße haben uns spontan getaugt und wir hatten kurz vor Ortseingang einige "Reisemobile" auf einer Wiese direkt an der Küste stehen sehen. Also haben wir gewendet und uns dazugestellt. Und das ist bis jetzt der beste Schlafplatz überhaupt!







 

Tag 15 - Auf dem Weg ins Donaudelta

19.08.2013

Brasov - Murighiol


Mein Zustand hat sich über Nacht wieder einigermaßen gebessert, wir konnten beide den doch ziemlich spießigen Campingplatz in Brasov nicht länger ertragen, und sind deshalb weiter Richtung Osten ins Donaudelta. Die Fahrt über Buzau nach Braila war relativ unspektakulär, ein wenig wie durch die Poebene in Italien. In Braila endete die Hauptstraße plötzlich auf einem sandigen Parkplatz am Donauufer. 
Erst nach ein paar Minuten haben wir kapiert dass es sich hierbei um einen Fähranlegeplatz handelt. Ein dicker, halbnackter Mann fuchtelte wild in eine Richtung, in die wir dann auch fuhren, und wenig später standen wir auf der Fähre über die Donau. Der Käpitän der Fähre war der kapitänigste Kapitän den ich jemals gesehen hatte. 






Am anderen Donauufer veränderte sich die Lanschaft dann schlagartig. Wir hatten eigentlich irgendwas deltamäßig - sumpfiges erwartet es war aber eher wüstenartig - dünig. Auf jeden Fall sehr schön!












Tag 14 - Brasov

18.08.2013

Max´s Tag:
Augen auf, PANIK, schnell eine Schüssel! Irgendwie scheint mir der Käse, den wir bei der Oma am Straßenrand gekauft haben nicht bekommen zu sein. Oder wars die Beinahe-Zerstörung des Cruisers? Wer weiß. Jedenfalls wurde die Alina an diesem Morgen von unschönen Würgelauten geweckt. Soviel zum Thema 4-Quadratmeterwohnung. Man kommt sich nahe - in ALLEN Lebenslagen.
Den gesamten Tag hab ich dann eben auf diesen 4 Quadratmetern verbracht, während sich die Alina rührend um mich gekümmert bzw. gelangweilt hat. Aber seht selbst:

Alina´s Tag:
Mein Erwachen kennt ihr ja schon. Dann gabs erstmal viel Kaffee nach dem Schock. Anschließend hab ich mal den Campingplatz im Süden Brasovs erkundet. Der ist komplett umzäunt weil öfter mal Bären aus den Wäldern vorbeikommen und schon mal arme Obdachlose oder Camper fressen. Auch hier war aber kein Bär weit und breit zu sehen. Die Einheimischen haben sich auch gut eingzäunt, scheint schon Sinn zu machen. Hier leben in der Gegend anscheinend geschätzte 6000 Exemplare!? 

Bärenzwinger mal andersrum
















Jetzt hatte ich ausreichend Gelegenheit den Blog auf Vordermann zu bringen. Nachmittags hat der Max Fruchtwünsche geäußert. Wo jetzt eine Frucht herbekommen? So bin ich mal losgelaufen, das Fahrzeug war ja belegt. Im Industriegebiet in Brasov auf der Suche nach einem Minimarket. Gar nicht so leicht. Jedes Auto der Welt hätte ich reparieren lassen können, aber Essen und Trinken gabs nirgendwo. Im Biergarten von Don Corleones Pizzeria saß ein netter Mann der meinte Metro, Carrefour usw. sind ca. 800 Meter über die Brücke rechts. Als ich auf der Brücke war kamen der nette Herr und sein Freund in einem blauen Opel Astra vorbei und fragten ob ich mitfahren will. Opel Astra und beide Herren waren sympathisch und ich bin eingestiegen. Gigi der nette Herr aus dem Biergarten hat übersetzt und Suri der andere nette Herr war Don Corleone persönlich und konnte nur rumänisch. Nachdem wir Gigi, der in Eile war, nach Hause gefahren haben bin ich mit Don ins Kaufland. Hier gabs einen kleinen Rumänisch-Sprachkurs und ich habe auf Empfehlung eingekauft (Marmorkuchen, Fleischpastete). Natürlich auch Früchte und Saft! Nach unserem Bummel wurde ich direkt vor unserem Campingplatz abgesetzt und herzlich verabschiedet. Die Ganze Aktion hat bestimmt zwei Stunden gedauert, war aber sehr aufregend. Ich bin begeistert von der Hilfsbereitschaft und Offenheit der Leute hier! Der Max war versorgt und das ist ja wohl das Wichtigste!


Tag 13 - Karpaten Stufe III

17.08.2013

Albestii Pama Nteni - Brasov

Wir haben zum ersten Mal einen echten Plan. 
Heute wollen wir gemütlich auf Draculas Spuren über Bran nach Brasov wandeln. Erstmal muß mich der Max allerdings aus dem Klo am Camping befreien weil die Tür klemmt. 
15 Minuten im Stehklo, juchee! Nach der gelungenen Befreiungsaktion bekommt der Cruiser noch ein Bad mit Shampoo im Spalatorie Auto (eine der unzähligen handbetriebenen Autowaschanlagen in Rumänien, nebenan ist immer ein Reifenvulkanisator, oder zwei). Dann gehts hochglanzpoliert wieder in die Berge. 

















So schlängeln wir uns nach Bran. Im Ort taucht am Straßenrand mal wieder ein kleines Schildchen auf: "Schitul Bran" steht drauf und eine kleine verlockende Straße führt nach rechts. Was ein Schitul ist weiß von uns beiden keiner, aber das ist ja auch egal. So führt das Sträßchen den Berg hoch und wird zum Feldweg. Hier herrscht eigentlich noch recht reger Auto- und Fußgängerverkehr. Rechts taucht das Schitul auf, eine schön restaurierte kleine Einsiedelei. Nicht das Draculaschloß jedenfalls. Wir fahren weiter um die Einsiedler nicht zu stören die im Garten liegen und picknicken. Hungrig und inspiriert von den Picknickern picknicken wir eben ein paar Meter weiter am Feldesrand mit allem was dazu gehört, v.a. mit wunderbarer Aussicht. 





















Gestärkt gerät Max in Offroad-Laune. Schnell ist eine Alternativroute identifiziert: weiter den Feldweg entlang, der führt schließlich bergab und endet bestimmt in Bran. 

















Der Weg wird immer schmaler und endet vor einem geschlossenen Tor. Hier ist schon lange kein reger Verkehr mehr, nur noch ein kläffender Hund. Kurz zuvor gehts links weiter bergab. Und bergab gehts ja nach Bran. Also links. 
15 Meter weiter ist da kein wirklicher Weg mehr. Der Max steigt aus macht die Freilaufnaben zu und schaltet die Untersetzung ein. Eigentlich will ich hier schon aussteigen, aber dann steh ich mitten in den Karpaten und hab wieder das Bärenproblem. So bleib ich eben sitzen und füg mich meinem Schicksal. Jetzt gehts ganz ganz langsam talwärts. Die Furchen im "Weg" werden immer tiefer bis vor uns ein Loch klafft, so ungefähr einen Meter tief. Hm. Ich sag zum Max: "Das klappt nicht, glaub ich." Der Max zu mir: "Ach was. Ein Rad links und eins rechts vom Loch, müßt schon gehen." So steuern wir aufs Loch zu und schwupps stecken wir mit 45° Schlagseite drin im Loch. 





















Max hängt ungefähr einen halben Meter über mir. Doppelt Hm. Max sagt zu mir runter: "Jetzt haben wir ein Problem." Mir hats die Sprache verschlagen. Ich schau rechts zum Fenster raus und seh nur Erdreich. Zwei Versuche uns mit eigener Cruiserkraft aus dem Loch zu befreien scheitern kläglich. Mein Auftrag lautet jetzt: zum Fenster aussteigen um die Sache von außen anzuschauen. Dreifach Hm. So steig ich zitternd wie ein Kaninchen raus und hoffe dass das Auto nicht umkippt. Das Auto steckt bombenfest, keine Spur von kippen. Der Fahrer folgt und wir stehen vor unserem persönlichen Draculaloch. 
Unsere Rettung hängt zum Glück an der Stoßstange!

















An die Seilwinde hab ich gar nicht mehr gedacht, der Max schon und das ist gut. Rechts von uns steht ein geeigneter Baum. Winde drum und raus mit der Karre aus dem Loch. Das hat gut geklappt und der Cruiser ist heil geblieben, nur ein ganz kleiner Kratzer am Kotflügel hinten. Beeindruckend was das Auto für X-Beine machen kann. 


































Das anschließende Wenden in 20 Zügen bei 20% Gefälle wär unter normalen Umständen ganz schön spannend gewesen, jetzt wars fast schon langweilig. 
Max fährt das Auto schließlich durch die rumänische Flora vorbei am Loch, jetzt hat die linke Seite auch noch paar Kratzer. Zwecks der Symmetrie! Schnell zurück auf Asphalt, kein Offroad mehr heute!
Fürs neuschwansteinähnliche Touri-Draculaschloß fehlt jetzt der Nerv. Wir fahren durch die Touristenhorden auf nach Brasov.


 













Nam. Buchstabensuppe!

18. August 2013

Tag 12 - Karpaten Stufe II

16.08.2013

Cisnadioara - Albestii Pama Nteni

Wir verlassen den doch sehr deutsch-geprägten Ananascamping und machen uns auf den Weg die wohl schönste Bergstraße der Welt (lt. Reiseführer) zu erkunden: 
Die berühmte Transfaragasan-Passstraße!
Sie führt uns in Nord-Süd-Richtung durchs zweithöchste Bergmassiv der Karpaten, das, wie sollts auch anders sein, Fagaras-Massiv. Vorbei am höchsten rumänischen Berg, dem Moldoveanu (2544m).  
Nach ca. 10 km Fahrt wird unsere Reise jedoch jäh von einem akuten Schwäche-Schwindelanfall des Fahrers unterbrochen. So halten wir am Straßenrand in einem sibiuer Vorort um Kalorien zuzuführen. Essen hatten wir wegen des Konzerttumultes abends einfach vergessen. Weiter gehts, aber nicht lang. Cascaval, Pick-Up und Baumkuchen haben leider nicht gereicht. So stoppen wir ca. 15 km nach Sibiu erneut um dem Schwindel endgültig ein Ende zu bereiten. Im transylvanischen Gasthof gibts transylvanische Küche:
Bohnensuppeneintopf mit Rauchfleisch im riesigen Weißbrot serviert und zum Nachtisch Papanasi (frittierte Teiglinge mit Sourcreme/Käse-Soße und Blaubeermarmelade).

















Drum Bun (rum.) = gute Fahrt (deu.)!
So biegen wir mal wieder rechts ab ins Gebirge. Der erste Fehler passiert uns nicht mehr: Tank ist voll und ein Ersatzkanister auch.





















Im Vergleich zur Transalpina von Tag 10 kommen wir uns eher vor wie auf dem Fernpass: nur mit mehr Dacias. Die Straße ist gut, unser Auto etwas überdimensioniert. Je weiter es hoch geht desto spektakulärer wirds jedoch. Jetzt sind auch die Felsen transylvanisch schroff! Irgendwann gibts keine Reisebusse und LKW mehr. Nur noch etliche rumänische Touristen beim Fahren und Campen am Straßenrand und eine sagenhafte Berglandschaft durch die sich die Straße schlängelt wie eine Carrerabahn. Ein Porsche wär jetzt auch fein. 

























Und ein Dackel auf der Straße wird schon mal mit einem Geier verwechselt. 
Der Geier hätte hier oben auch wesentlich mehr verloren als der Hund.
Ein kleiner Offroad-Ausflug ist jetzt grad genehm. Also fahren wir mal links von der Straße ab auf ein bergauf Schotterweglein um das Ganze mal von oben anzuschauen. Auch hier trifft man auf Einheimische die ihre Fahrzeuge überall hochrangieren, ohne Rücksicht auf Verluste. Wären wir nicht so vollgefressen hätte wir hier von einem rumänischen Ehepaar ein gutes Mahl bekommen.



















Jetzt haben wir tatsächlich die beiden höchsten asphaltierten Punkte Rumäniens passiert.
Also wieder talwärts. Jeder Wegweiser ab von der Hauptstraße ist reizvoll. Deswegen wenden wir mal schnell und folgen dem Schild: Cumpana 7 km. Und ohne es geplant zu haben fahren wir durchs Cruiserparadies und sauen die Karre richtig ein. Die Wäsche baumelt hinten aufgehängt schön im Takt überm Bett. Ratzfatz durch die Südkarpaten mit dem größten zusammenhängenden Waldgebiet Europas inclusive Bär, Wolf und Luchs. Gesehen haben wir leider kein größeres Tierle, ist wohl auch besser so. Beim Pinkeln im Wald vom Bär gefressen: auf der Todesliste (Lisl und Janine seid an dieser Stelle gegrüßt) ganz oben. 


erst Erstaunen, dann freudiges Hallo

lichter Urwald am Seeufer



















?wie lang die Brücke wohl noch hält?
 





























Wir umfahren den Vidraru-Stausee rechts ohne von einem Fels, Baum oder beidem erschlagen zu werden. Dann kommt auf einmal ein Tunnel mit Menschen drin und wir finden uns an der dazugehörigen Vidraru-Talsperre in einem Touristenauflauf wieder. 
Hier fragt uns ein Herr ob er mit seinem kleinen blauen Auto dahin fahren kann wo wir herkommen. Wir zeigen ihm zwei Fotos vom Weg. Wofür er sich am Ende dann entschieden hat wissen wir nicht. Möglich wärs auf jeden Fall, denn auch rechts vom Stausee sind die Dacias ubiquitär.
Cumpana war übrigens ein riesiges einsames Hotel mit Campingplatz am Anfang der Strecke direkt am See.
Das war die Transfaragasan! Beeindruckend!
Übernachtet haben wir ganz gesittet im Garten einer kleinen Pension in Albestii Pama Nteni.